Konzept

Durch offene Jugendarbeit sollen Kinder und Jugendliche angesprochen werden, die in ihrer Freizeitgestaltung weniger durch Aktivitäten in Vereinen und Verbänden eingebunden sind. Es werden Möglichkeiten geboten, sich unabhängig von Elternhaus und Schule mit Gleichaltrigen (peer group) zu treffen, Kontakte zu knüpfen, Perspektiven zu entwickeln, um eigene Interessen erkennen und entfalten zu können. Von kompetenten Ansprechpartnern erhalten Kinder und Jugendliche hier Hilfestellung, Vermittlung und Interessenvertretung bei Problemen und Konflikten.

Träger des Jugendzentrums, das 1974 eröffnet wurde, ist die Stadt Lengerich. Lengerich hat ca. 23.000 Einwohner und ist ein Mittelzentrum mit allen Schulformen und Bildungsmöglichkeiten. In über hundert Vereinen gibt es zahlreiche Möglichkeiten einer sinnvollen Freizeitgestaltung auf kulturellem, sozialem, politischem und sportlichem Gebiet. Im Stadtteil Lengerich-Hohne gibt es einen weiteren offenen Jugendtreff in Trägerschaft der Stadt Lengerich, der zwei Mal in der Woche geöffnet ist. Der Stadtjugendring Lengerich e.V. und die Medienkooperative Steinfurt e.V. haben ihren Sitz im Jugendzentrum Lengerich.

Wir stellen uns den Herausforderungen, die sich aus der Lebenssituation, der Lebenslage und den Lebenserfahrungen junger Menschen ergibt. Die persönlichen und sozialen Gegebenheiten der Besucherinnen und Besucher bestimmen über Inhalte, Methoden und Angebotsformen. Wir wollen mit unserer Arbeit junge Menschen bei ihrer Entwicklung zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit fördern. Dabei berücksichtigen wir die unterschiedlichen Lebenslagen von Mädchen und Jungen, wollen Benachteiligungen abbauen und die Gleichberechtigung von Mädchen und Jungen fördern. Das Jugendzentrum Lengerich steht dabei grundsätzlich allen Kindern und Jugendlichen, unabhängig von ihrer Herkunft, Religion oder Hautfarbe, offen und versteht sich als Mitglied der kommunalen Familie.

Für die offene Jugendarbeit in Lengerich sind die Ergebnisse der Jugendhilfeplanung des Kreises Steinfurt und den daraus resultierenden Empfehlungen für den Kreis Steinfurt von Bedeutung. Die Problemlagen gliedern sich in drei Bereiche:

- Integration ausländischer Bevölkerungsgruppen
- Folgen von Trennungen, Scheidungen und zerrütteten Familienverhältnissen
- Arbeitslosigkeit und damit verbundene Perspektivlosigkeit von Jugendlichen

Die Empfehlungen für die Sozialräume Lengerich und Lengerich-Hohne lauten: Bedürfnisse und Bedarfe von Kindern und Jugendlichen in Lengerich. Arbeitskreis zur Abstimmung von Angeboten, Initiierung von Beteiligungsprojekten. Gleiche Inanspruchnahme der Angebote der offenen Jugendarbeit für alle Kinder und Jugendlichen. Systematische Aufbereitung der bestehenden Angebote, sowie Verständigung über Problem-, Zielgruppen, methodische Ansätze und Zugangswege. Erreichen von Synergieeffekten bei der Bearbeitung spezieller Problemlagen. Hier steigende Gewaltbereitschaft bei Kindern und Jugendlichen.